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DenkOrt Würzburg

Künstler - Projekt > DenkOrt Deportation


Bauarbeiten am DenkOrt haben begonnen

26. Oktober 2019/in Allgemein /von Rot

Ein erster Koffer am Standort des “DenkOrts Deportationen” vor dem Hauptbahnhof, Lehm und Schotter sowie ein Bauzaun künden davon: Mit den Erdarbeiten am Denkmalsstandort wurde begonnen. Aus diesem Anlass fand eine kleine Feier statt, in deren Rahmen Vertreter der Stadt Würzburg und des Vereins DenkOrt Deportationen e.V. der Presse den Fortschritt der Arbeiten vorstellten. Am Bauzaun waren Banner mit dem Modell des DenkOrts befestigt worden.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt sprach aus diesem Anlass ebenso wie die Vorsitzende des Trägervereins Benita Stolz, der Schulleiter von Don Bosco Harald Ebert, der Architekt Matthias Braun, der Kulturreferent Achim Könnecke sowie der Leiter des Gartenamts Helge Grob. Das Grußwort des Zentralratspräsidenten Joseph Schuster wurde durch die Leiterin des Johanna-Stahl-Zentrums, Rotraud Ries verlesen. Als besonderer Gast nahm David Hanauer teil, dessen Großeltern von Würzburg nach Riga deportiert und dort ermordet worden waren. Er betonte die besondere Bedeutung der Erinnerungsarbeit auch für die Nachkommen.



Wenige Tage später hatte der Bagger die Erdarbeiten rund um den künftigen Standort des DenkOrts bereits abgeschlossen. Hier werden in den nächsten Wochen und Monaten Fundamente gegossen und die Betonquader aufgestellt, auf denen die Gepäckstücke stehen sollen. Am Rand kommen Sitzbänke und Informationsstelen zu stehen. Im Frühjahr soll der DenkOrt Deportationen mit den ersten fertig gestellten Gepäckstücken eröffnet werden.



Mahnmal für Juden-Deportation in Würzburg wird eröffnet

Quelle: BR - 16.06.2020 - Installation am Hauptbahnhof in Würzburg

Taschen, Koffer und andere Gepäckstücke vor dem Würzburger Hauptbahnhof: Dieses Mahnmal soll in Zukunft an die Deportation der Juden aus Unterfranken erinnern. Am Mittwoch wird der "DenkOrt Deportation" eröffnet. Der BR überträgt die Eröffnung live.

Koffer und Decken aus Stein, Holz und Metall: Der "DenkOrt Deportation" vor dem Würzburger Hauptbahnhof erinnert an die Deportation jüdischer Bürger aus Unterfranken. Am 17. Juni 1943 startete um 14.19 Uhr der letzte größere Deportationszug in Würzburg. Am Gleis blieben Berge mit Gepäckstücken zurück. Das letzte Hab und Gut der Menschen, die mit dem Zug in Konzentrations- und Tötungslager gebracht worden waren.

Über 2.000 Juden in Unterfranken deportiert
2.069 Juden wurden in Unterfranken zwischen 1941 und 1944 deportiert. Nur wenige kehrten lebend zurück. 109 symbolische Gepäckstücke soll die Installation am Würzburger Hauptbahnhof einmal umfassen – eines für jeden Ort in Unterfranken mit einer jüdischen Gemeinde. Die ersten 47 symbolischen Gepäckstücke sind bereits installiert. 40 weitere Zusagen gibt es.

"DenkOrt Deportation" spannt Netzwerk über Unterfranken
Von jedem Gepäckstück gibt es eine Kopie. Diese stehen in den jeweiligen Gemeinden, aus denen Juden von den Nationalsozialisten deportiert wurden. Die Koffer, Decken, Rucksäcke aus Stein, Holz und Metall haben unterfränkische Handwerker und Künstler gestaltet. Das ganze Projekt wird rund 250.000 Euro kosten, finanziert durch Spenden, Zuschüsse und Sponsoren.
© Foto: Staatsarchiv
Auf dieses Foto von verlassenem Gepäck am Bahnhof Aumühle geht die Idee des "Denkort Deportation" zurück.

Mahnmal am Hauptbahnhof soll belebt sein
Ursprünglich sollte der "DenkOrt Deportationen" an anderer Stelle entstehen. Inzwischen sind alle Beteiligten froh über den Standort am Würzburger Hauptbahnhof. Zahlreiche Schüler und Pendler werden die Installation regelmäßig sehen. Infotafeln erzählen die Geschichte der Deportationszüge Unterfrankens. Jugendliche sollen sich zudem in Projekten mit Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung auseinandersetzen.

BR überträgt Eröffnung live
An der Eröffnung dürfen aufgrund der Corona-Pandemie nur 50 geladene Gäste teilnehmen. Das BR Studio Mainfranken des Bayerischen Rundfunks überträgt die Eröffnung am 17. Juni ab 14.00 Uhr per Video-Live-Stream. Zu empfangen ist der Stream hier auf dieser Seite, auf dem YouTube Kanal des BR oder bei BR Franken auf Facebook live. Anschließend ist das Video in der BR Mediathek abrufbar. Die Übertragung kommentiert Eberhard Schellenberger, der Leiter des BR-Studios Mainfranken.

© BR
Installation am Hauptbahnhof in Würzburg

 
 
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